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Aktuelle Preise KW 36/19

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
150
€/t
Braugerste
182
€/t
Futtergerste
140
€/t
Körnermais
155
€/t
Raps
355
€/t

Quelle: LBV

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Sojaschrotpreise auf Dreijahres-Tief

Während die Junizahlen des USDA (amerikanisches Agrarministerium) noch eine ausgeglichene Welt-Sojabilanz zeichneten, zeigen die aktuellen Augustzahlen doch ein deutlich defizitäres Bild. Einer Produktion von 342 Mio.t steht ein Verbrauch von 354 Mio.t gegenüber. Die Endbestände zum 30. Juni 2020 sollen auf 102 Mio.t sinken. Grund für die geringere Ernteschätzung ist v.a. eine Abwärtskorrektur der US-amerikanischen Sojaernte um gut 12 Mio.t auf nur noch 100 Mio.t aufgrund kleinerer Aussaatflächen.

Dennoch zeigt sich die Kursentwicklung der Sojabohnen an den Börsen schwach – mit dem Resultat, dass Sojaschrot ebenfalls günstiger zu haben ist. Grund für die Entwicklung ist, trotz defizitärer Weltbilanz, v.a. die noch immer sehr solide Versorgung mit Soja aufgrund der weiter sehr soliden Endbestände. Hinzu kommt, dass die USA mit über 20 Mio.t weiter außerordentlich hohe Soja-Endbestände ausweisen. Diese haben sich, als Resultat des Handelsstreits USA / China, im Laufe der zurückliegenden 2 Jahre um mehr als das Doppelte aufgebaut. Die immer wieder aufflammenden Streitigkeiten drücken in der gesamten Breite auf die Agrarpreise. Erst kürzlich reagierte China auf weitere Zollerhöhungen der USA mit zusätzlichen Importzöllen auf Soja und andere Agrarprodukte. Und ein Ende der Auseinandersetzung ist im Moment nicht erkennbar.

Die Erzeugereinkaufspreise für Sojaschrot zeigten sich seit Jahresbeginn in der Tendenz rückläufig. Kostete 43/44 er Schrot zum Jahreswechsel noch 36,- €/dt, so wurden im August noch 33,- €/dt genannt. 48er HP-Schrot, welcher im Januar noch 38,50 €/dt kostete, wird aktuell bei 35,30 €/dt gesehen. GVO-freie Schrote werden im Markt, bei vergleichbarem Proteingehalt, mit einem Aufpreis von 7 bis 9 €/dt gehandelt. Fernere Termine liegen, je nach Termin, 0,50 bis 1,- €/dt, bei GVO-freier Ware bis zu 2,- €/dt, über den aktuellen Preisen. In der aktuellen Situation sollte, wer Sojaschrot einkauft, sich im Rahmen des Risikomanagements Gedanken darüber machen gewisse Mengen, möglicherweise auch für fernere Termine, zu fixieren.


© Schmid,  LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 04.09.2019

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AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 2 Getreide

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