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Aktuelle Preise KW 10/19

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
175
€/t
Braugerste
220
€/t
→ 
Futtergerste
175
€/t
Körnermais
168
€/t
Raps
337
€/t

Quelle: LBV

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Rapskurse deutlich rückläufig im Februar

Während der Kurs des MAI19 –Rapskontrakts an der MATIF Ende Januar noch bei 374 €/t lag notierte dieser am 5.März nur noch bei 351,50 €/t. Das bedeutet einen Verlust von mehr als 20,- €/t binnen eines Monats. Als ausschlaggebend für diese Entwicklung wird gesehen, dass sowohl die Futterfraktion Rapsschrot und -kuchen als auch die Ölkomponente im Gesamtkomplex der Ölsaaten erheblich unter Druck stehen.

Auf Seiten der Futterfraktion wirkt sich v.a. die immer noch als sehr gut eingeschätzte weltweite Sojaernte sowie der gute Erntefortschritt der Bohnen in Südamerika aus. In der Februarschätzung von vergangener Woche beziffert das USDA (amerikanisches Agrarministerium) die Ernte 2018/19 auf 360 Mio.t, den Verbrauch auf 349 Mio.t. Die Bestände sollen entsprechend auf rd. 107 Mio.t anwachsen. Marktbelastend wirken sich v.a. die um das Doppelte auf gut 24 Mio.t angewachsenen US-Bestände aus. Die US-Bohnen finden angesichts des schwelenden Handelsstreits USA / China nur zögerlich Absatz, die US-Bestandszahlen belasten das internationale Kursniveau.

Auf Seiten der Pflanzenöle belastet die gute Palmölernte, ebenfalls in Verbindung mit hohen Beständen, das internationale Preisniveau. Mit 73,5 Mio.t wird in 2018/19 voraussichtlich 3 Mio.t mehr Palmöl geerntet als im Vorjahr. Wie stark das Wachstum dieses Sektors ist lässt sich daran erkennen, dass die Ernte heute bereits 65% über der Ernte vor 10 Jahren (2008: 44,5 Mio.t) liegt.

Mit Blick nach vorne ist allerdings bekannt, dass die Rapsernte 2019 in der EU voraussichtlich nicht besser ausfallen wird als im Vorjahr. Grund dafür ist die deutlich rückläufige Anbaufläche von nur noch 6,24 Mio.ha (Vj. 6,96).

Aktuell scheinen die Rapskurse den Boden gefunden zu haben. Seit wenigen Tagen ist wieder eine leichte Befestigung zu beobachten. Dennoch steht die Hoffnung auf eine nachhaltige Befestigung auf tönernen Füßen. Zwar signalisieren die europäischen Zahlen, dass da noch mehr drin sein sollte, weltweit hingegen sind kaum Hoffnungsschimmer am Horizont erkennbar.


© Schmid,  LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 13.03.2019

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AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 2 Getreide

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